Regionalmanagement Wasserstoff nimmt Arbeit auf

Veröffentlicht am: 07.09.2020

„Treiber und Kümmerer“ – Eine Region macht sich gemeinsam auf den Weg
Regionalmanagement Wasserstoff nimmt Arbeit auf

20200904 Auftakt Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen Gruppenbild© Christie Huchzermeier, Landkreis ROW Die Region Nordostniedersachsen ist auf dem besten Weg, eine Modellregion für Wasserstoffwirtschaft zu werden. Das vom Land Niedersachsen geförderte Regionalmanagement hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Zum Auftakt gab es ein großes Treffen der Projektpartner, bei dem die Struktur des Regionalmanagements präsentiert wurde.

Auftakttreffen in Mulsmhorn
„Nach einer langen und intensiven Planungsphase sind wir jetzt gut aufgestellt, um erste Projekte umzusetzen. Unsere Arbeit gewinnt damit große Dynamik, und mit noch mehr Manpower und einer professionellen Struktur können wir nun richtig loslegen“, freut sich die Landesbeauftragte Monika Scherf bei einem großen Auftakttreffen im Hotel Heidjäger in Mulmshorn. Die Landesbeauftragte begrüßte dort 60 Mitglieder des Wasserstoffnetzwerkes Nordostniedersachsen. Es wären sicherlich noch mehr geworden, doch die geltenden Abstandsregelungen aufgrund des Coronavirus ließen nicht mehr zu. Stattdessen verfolgten einige Mitglieder das Treffen per Livestream. „Es ist beeindruckend, was unsere Region auf die Beine stellen kann“, so Scherf. Das neue Regionalmanagement sei eine Geschäftsstelle, die alle Aktivitäten im Bereich Wasserstoff bündeln wird.
Besonders begrüßte sie den neuen Hauptgeschäftsführer der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, Holger Bartsch, und den Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann. „Dass der Region Nordostniedersachsen viele zentrale Akteure angehören, die eine erfolgreiche Wasserstoffwirtschaft etablieren wollen, zeigt die erfreulich hohe Teilnahmebereitschaft am Projektpartnertreffen. Das Netzwerk steht aber auch für weitere Mitglieder offen.“, so Bartsch.

MCON und TZEW koordinieren Regionalmanagement
Nach europaweiter Ausschreibung wurden zum 1. September die Unternehmen Meyer Consulting (MCON) aus Oldenburg und das Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW) mit der Durchführung beauftragt. Beide Unternehmen haben langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit den örtlichen Kommunen und den hiesigen Unternehmen. Das Regionalmanagement soll zukünftig die Arbeit des Wasserstoffnetzwerkes koordinieren. Die Finanzierung erfolgt zu 75 % durch das Land Niedersachsen und zu 25 % durch die elf Landkreise im Amtsbezirk Lüneburg. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Region bei diesem Thema Vorreiter wird – alle Landkreise ziehen dafür an einem Strang“, so der Stader Landrat Michael Roesberg, der den Vorsitz in der Landrätekonferenz inne hat.

Wasserstoff im Landkreis Rotenburg (Wümme)
„Im Landkreis Rotenburg (Wümme) verfügen wir über ein großes Potenzial an Bioenergie. Um der Bioenergie langfristig Entwicklungsmöglichkeiten bieten zu können, spielt die Produktion von Wasserstoff eine bedeutende Rolle. Ich bin froh, dass wir mit dem Wasserstoffnetzwerk zielführend und kompetent begleitet werden.“, so Landrat Luttmann.

Regionalmanagement bei ARTIE angesiedelt
Angesiedelt ist das Regionalmanagement bei der ARTIE, dem Regionalen Netzwerk für Technologie, Innovation und Entwicklung. Der Landkreis Osterholz hat den Vorsitz und die Koordination der ARTIE inne und war deshalb auch Antragssteller und Koordinator für das Wasserstoffnetzwerk. „Ich freue mich, dass wir über das seit viele Jahre bestehende ARTIE-Netzwerk neue Initiativen anstoßen und maßgeblich voranbringen können“, erklärt Landrat Bernd Lütjen.

Projektleiter Dr. Daniel Kipp (MCON) und sein Stellvertreter Arne Engelke-Denker (TZEW) präsentierten sich und ihre Vorstellung vom nun anlaufenden Regionalmanagement. Für sie stehe der Kontakt mit den Unternehmen an erster Stelle. Sie wollen vor Ort beraten, Projekte initiieren und Fördermittel in die Region holen: „Wir wollen Treiber und Kümmerer sein!“

Aktuell werden Projekte zu alternativen Antriebsarten gefördert
Das Regionalmanagement nimmt zu einem entscheidenden Zeitpunkt seine Arbeit auf. Sowohl das Land Niedersachsen als auch der Bund fördern aktuell Projekte zu alternativen Antriebsarten mit hohen Beträgen – dabei spielt die Nutzung von Wasserstoff in Brennstoffzellen eine zentrale Rolle. Auch die EU wird in der neuen Förderperiode einen Schwerpunkt auf erneuerbare Energien legen. Eine große Chance, um mit klugen und innovativen Ideen die Region Nordostniedersachsen als Wasserstoff-Modellregion zu profilieren.