Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut

Veröffentlicht am: 20.05.2022

Karte Sperrbezirk AFB Ruespel_Volkensen Stand 20© Landkreis Rotenburg (Wümme) Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut
Landkreis richtet Bienensperrbezirk ein

Am 13. Mai wurde in einem Bienenstand in der Ortschaft Rüspel der Gemeinde Elsdorf der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut (AFB) amtlich festgestellt. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der durch Bakterien hervorgerufenen Bienenseuche erklärte der Landkreis das Gebiet der Gemarkungen Rüspel und Volkensen (nördlich des Heisbaches) zum Sperrbezirk. Der Text der Allgemeinverfügung mit der Karte des Gebiets ist unter www.lk-row.de/bekanntmachungen zu finden.

Bislang nicht gemeldete und untersuchte Bienenstände im Sperrbezirk müssen unverzüglich unter Angabe von Standort und Völkerzahl dem Veterinäramt gemeldet werden. Bienenvölker dürfen weder innerhalb des Sperrbezirks von ihrem Standort entfernt noch von außen in das Sperrgebiet verbracht werden. Innerhalb der Sperrzone ist es verboten Bienenvölker, lebende und tote Bienen, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle, Wachs, Honig und Futtervorräte, Bienenwohnungen, sowie benutzte Gerätschaften aus den Bienenständen zu entfernen. Ausnahmen gelten für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist.

Kontakt
Veterinäramt
Hopfengarten 2
27356 Rotenburg (Wümme)
veterinaeramt@lk-row.de
Telefon 04261 983-2370

Amerikanische Faulbrut
Die Amerikanischen Faulbrut (AFB) ist eine weltweit verbreitete Brutkrankheit der Honigbienen. Der Krankheitserreger, Paenibacillus larvae, befällt ausschließlich die Larven der Honigbienen (Bienenbrut), die durch die Infektion absterben. Die erwachsenen Bienen erkranken nicht, sind allerdings an der Sporenverbreitung beteiligt.

Der wirtschaftliche Schaden durch die Krankheit kann unter Umständen enorm sein, da die Krankheit letztlich zum Verlust ganzer Bienenvölker führt und durch die extrem widerstandsfähigen und vom Erreger Paenibacillus larvae in sehr großen Mengen produzierten Sporen ein hohes Verbreitungspotential hat. Aus diesem Grunde wird diese Krankheit als Bienenseuche eingestuft und unterliegt somit der Tierseuchen-Gesetzgebung.

Im Falle eines Ausbruches dieser Tierseuche wird um den betroffenen Bienenstand ein Sperrgebiet von mindestens einem Kilometer gebildet. In diesem Bereich werden sämtliche Bienenvölker untersucht. Für den Zeitraum der Sperre dürfen keine Bienen aus dem Gebiet entfernt oder hineingebracht werden. Die betroffenen Bienenvölker müssen je nach Fortschritt des Befalles getötet oder einem Kunstschwarmverfahren unterzogen werden. Die Bekämpfung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Imkern, Imkervereinen und Veterinäramt.

Für den Menschen ist das Bakterium völlig ungefährlich.

Weiterführende Informationen hat das Friedrich Löffler Institut (FLI) auf seiner Seite zusammengestellt https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/bienenkrankheiten/