Klärschlammlager in Zeven fertig gestellt

Veröffentlicht am: 12.11.2021

KlärschlammlagerBildunterschrift: Von links nach rechts: Tim Burow, kommissarischer Fachbereichsleiter Bau Samtgemeinde Zeven,  Rolf Priens, Planungsbüro EHP Umweltplanung (Pinneberg), Henning Fricke, Samtgemeindebürgermeister, Jens Hink und Enrico Naujoks, Matthäi Bauunternehmen (Bremervörde)  © Foto: Samtgemeinde Zeven Jüngst wurde das Klärschlammlager auf der Abwasserreinigungsanlage Zeven an die Samtgemeinde Zeven übergeben. Hierzu trafen sich die Vertreter der bauausführenden Unternehmen, die Planer sowie die Verantwortlichen der Samtgemeinde Zeven. Samtgemeindebürgermeister Henning Fricke freute sich gemeinsam mit dem kommissarischen Fachbereichsleiter Bau, Planung, Umwelt Tim Burow über die kürzliche Fertigstellung. „Ein über mehrere Jahre andauernder Planungs- und Erstellungsprozess kann so abgeschlossen werden“, so der Bürgermeister. Die neue Halle sichert den laufenden Betrieb der Zevener Abwasserreinigungsanlage (ARA) künftig. Die Leistungsfähigkeit der Zevener Anlage ist ein wesentlicher Bestandteil des hiesigen Wirtschaftsstandortes.

Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen in der Klärschlammverwertung und dem Wegfall der landwirtschaftlichen Entsorgungsmöglichkeiten, machte es erforderlich, am Standort Zeven neue Lagerkapazitäten für Klärschlamm zu schaffen. Zu diesem Zweck wurde eine rund 1.500 m² große Hallenfläche mit zwei 50 m langen Außenwänden aus Beton errichtet. Die Halle wird durch zwei stabile Trennwände in drei Kammern mit einer Breite von jeweils zehn Meter geteilt. Die Kammern sind vorn und hinten offen, sodass auf diese Weise das Lager „straßenweise“ befüllt und entleert werden kann. Es wurde ein Stapelvolumen, je nach Beschaffenheit, zwischen 3.500 – 4.000 Tonnen Klärschlamm geschaffen. Die Stahlbetonkammern werden durch eine Stahlhalle überspannt. Die Halle wurde mit einem Trapezblechdach gedeckt. Ebenso wurde der asphaltierte Zu- und Abfahrtsbereich neu geschaffen. Anfallendes Sickerwasser wird über Drainage-Rinnen abgeführt. Auch das Oberflächenwasser der Straßenoberflächen, das mit Schlamm versetzt sein kann, wird zusammen mit dem Drainage-Wasser einem Pumpwerk zugeführt und zurück in die ARA gepumpt. Darüber hinaus wurde die Option berücksichtigt, die Dachflächen künftig mit einer Photovoltaikanlage nachzurüsten. Die Gesamtmaßnahme hat ein Investitionsvolumen von knapp 1,4 Millionen Euro.