Afrikanische Schweinepest rückt näher

Veröffentlicht am: 19.11.2019

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist einen großen Schritt Richtung Deutschland gerückt. Bei einem verunfallten Wildschein in Westpolen, im Kreis Wschowski, wurde jetzt ASP nachgewiesen. Damit ist die ASP nur noch 80 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Sicherheitsmaßnahmen und Früherkennung sind die einzigen Maßnahmen, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten. Der Landkreis bittet Jäger, Landwirte und auch die Bevölkerung, verendet aufgefundene Wildschweine, egal in welchem Zustand, unbedingt dem Veterinäramt zu melden, damit eine Untersuchung eingeleitet werden kann.

Die Jäger werden zusätzlich gebeten, wie bereits vorbildlich geschehen, von jedem erlegten Wildschwein eine Blutprobe abzugeben und sonstige Auffälligkeiten zu melden. Von Jagdreisen nach Polen, Ungarn oder ins Baltikum ist abzuraten.

Landwirte wären besonders betroffen und müssen deshalb ständig auf ihre Sicherheitsmaßnahmen achten. Das bedeutet z.B. Desinfektionseinrichtungen vor den Ställen, Einzäunung des Betriebsgeländes und keinen Zutritt von fremden Personen in die Ställe.

Für alle Bürgerinnen und Bürger gilt: Das Wegwerfen von Lebensmitteln, insbesondere von Wurstwaren, in die freie Natur ist nicht nur verboten, sondern stellt ein hohes seuchenhygienisches Risiko dar und ist deshalb zu unterlassen.

„Die Situation ist noch einmal ein ganzes Stück schlechter geworden“, erläutert Dr. Wiedner, der Leiter des Veterinäramtes des Landkreises. „Die ASP hat einen großen Schritt Richtung Deutschland gemacht. Jetzt gilt es, die bestehenden Maßnahmen fortzusetzen und noch einmal die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.“

Am Freitag wurde in Westpolen (Kreis Wschowski) bei einem verunfallten Wildschwein die ASP festgestellt. Damit sprang die ASP über 250 Kilometer in Richtung Westen, zur deutschen Grenze nach Brandenburg sind es nur noch 80 Kilometer. Am Samstag wurde ein zweites Tier als infiziert nachgewiesen, für weitere 19 tot aufgefundene Wildschweine steht das Ergebnis noch aus. Ein Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest existiert nicht. Für den Menschen ist die ASP nicht gefährlich, für Schweine endet ein Befall in der Regel tödlich.

Sollte es zu einem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland kommen, drohen sehr hohe wirtschaftliche Schäden durch die Verhängung von Einfuhrverboten durch Drittländer.