Landkreis hat Impfzentrum in Zeven eingerichtet

Veröffentlicht am: 15.12.2020

Eingang zum Impfzentrum© Christine Huchzermeier, Landkreis ROW In Rekordzeit hat der Landkreis im ehemaligen Martin-Luther-Krankenhaus in Zeven ein Impfzentrum eingerichtet. Wann die Impfungen starten ist noch unklar, das hängt von vielen Faktoren ab. Die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen kurzfristig mit einem Übungsbetrieb beginnen.

Impfkonzept des Landes
Am 17. November veröffentlichte das Land Niedersachsen sein Konzept für die Impfzentren in den Landkreisen. Pro 150.000 Einwohner ist darin ein Impfzentrum vorgesehen. Die Landkreise wurden anschließend beauftragt, innerhalb weniger Tage Konzepte für ihr Gebiet vorzulegen. Der Landkreis hat sich für ein Impfzentrum an zentraler Stelle entschieden, damit die Fahrtwege für alle gleichmäßig verteilt sind. Die Wahl fiel deshalb auf Zeven, hier können einige zurzeit noch leerstehende Räume im ehemaligen Martin-Luther-Krankenhaus genutzt werden. In enger Kooperation mit der OsteMed Klinik, die die Räume schnell und unkompliziert zur Verfügung gestellt und auch notwendige bauliche Änderungen vorgenommen hat, konnte ein Konzept erstellt werden, dass das Land am 4. Dezember genehmigte.  Pünktlich zum vorgegebenen Starttermin, dem 15. Dezember, konnte dem Land die Einsatzbereitschaft des Impfzentrums gemeldet  werden.

Landkreis koordiniert Impfzentrum
Der Landkreis stellt das Mobiliar, die Technik sowie das gesamte medizinische Fachpersonal. Das Land liefert den Impfstoff, organisiert das Terminmanagement und übernimmt die gesamten Kosten der Impfzentren. Über die Kassenärztliche Vereinigung werden Ärzte und Ärztinnen an das Impfzentrum vermittelt. Der Landkreis koordiniert den gesamten Betrieb und konnte als ärztlichen Leiter Dr. Michael Bohlmann gewinnen. Eingebunden in die Organisation vor Ort ist Chris Knoblauch, der bereits im Frühjahr für einige Wochen von der Bundeswehr abkommandiert war, um den Corona-Krisenstab des Landkreises zu koordinieren. Auch die Hilfsorganisationen im Landkreis haben sich bereit erklärt, den Impfbetrieb zu unterstützen. Das DRK Bremervörde-Zeven war bereits ab dem 12. Dezember im Einsatz und hat vor dem Impfzentrum Zelte aufgebaut, die im später geplanten Ablauf den Zugang zum Gebäude ergänzen. An einem Parkkonzept und der Beschilderung der Zuwegung wird derzeit noch intensiv gearbeitet. Ebenso soll mittels eines Shuttle-Dienstes eine Anbindung an den Zevener-ZOB und damit an den ÖPNV gewährleistet werden.

Abläufe im Impfzentrum
„Wann genau es losgeht und wie viele Personen wir impfen, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht gesagt werden.“, erläutert Landrat Luttmann. „Das hängt von der Anzahl der Ärzte sowie der zur Verfügung stehenden Impfstoffe ab und auch davon, wie die Terminvergabe funktioniert.“ Sollte ein Impfstoff zur Verfügung stehen, wird es wohl erst einmal mit mobilen Teams losgehen. Diese können direkt in Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personen fahren und vor Ort impfen. Wenn es dann mehr Impfstoffe gibt, will der Landkreis zunächst mit einer Impfstraße mit vier Plätzen starten. Die Ärzte klären die Patienten über die Impfung auf und beantworten Fragen, geimpft wird durch das medizinische Fachpersonal. Je nach Menge des Impfstoffes können dann die Kapazitäten aufgestockt werden, bis zu 4 Impfstraßen haben im Gebäude Platz. „Auch die Frage, wie viele Personen wir pro Tag impfen können, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Ist das Team eingespielt, kommt der Impfstoff regelmäßig, haben die Menschen viele Fragen, sind genug Ärzte da, werden die Termine eingehalten, dass alles sind Faktoren, die eine Rolle spielen. Von 100 bis 1000 Personen pro Tag könnte alles möglich sein.“, so der Landrat. „Ich erwarte, dass wir mit dem Impfbetrieb frühestens Anfang des nächsten Jahres loslegen können.“

Wer wird geimpft? Wie kann ich mich impfen lassen?

Der Landkreis bittet darum, keine Anfragen für einen Impftermin ans Gesundheitsamt, Bürgertelefon oder das Impfzentrum selber zu richten. Die Terminvergabe soll ausschließlich über das Terminmanagementsystem des Landes erfolgen. Hierzu wird es vom Land in Kürze weitere Informationen geben. Es können keine direkten Anfragen dazu im Impfzentrum selber beantwortet werden. Soweit bisher bekannt, sollen sich Personen, die sich impfen lassen wollen, im System registrieren lassen und bekommen dann online oder auch telefonisch oder schriftlich einen Termin zugewiesen. Die Impfung ist freiwillig, das Bundesgesundheitsministerium spricht sich aber für eine Impfung aus und bittet alle Bürgerinnen und Bürger darum, sich impfen zu lassen, damit die gesamte Bevölkerung ausreichend geschützt ist.